JFW beim Landesentscheid im Mittelfeld


Am Samstag, den 11.09.2004, gegen 14:00 Uhr begann für die beiden besten Mannschaften des Großkreises Kassel das Unternehmen Landesentscheid. Bevor es für die beiden Baunataler Mannschaften auf die rund drei Stunden andauernde Fahrt nach Breuberg ging, wurden zunächst die Busse am Feuerwehrhaus in Rengershausen beladen. In Breuberg angekommen, wurden alle sehr freundlich in der dortigen Feuerwache empfangen und ihrem Nachtquartier, einer Sporthalle im Nachbarort, zugeteilt. Die Unterkunft teilte man sich gemeinsam mit einer Mädchen- und einer Jungenmannschaft der Feuerwehr Kassel Nordshausen/Brasselsberg. Nun folgte das Aufstellen der Feldbetten, während das Abendessen auf dem mitgebrachten Grill zubereitet wurde. Nachdem sich jedermann reichlich satt gegessen hatte, gingen alle früh zu Bett, denn am nächsten Morgen schrillten um 05:00 Uhr schon die ersten Wecker. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es um 07:00 Uhr bei strömendem Regen zur Anmeldung bei der Wettkampfleitung. Dies sorgte vorübergehend für einen Stimmungstiefpunkt. Genau um 08:00 Uhr, beim Einmarsch der Mannschaften ins Stadion, hörte es auf zu regnen. Inzwischen war auch, der um 04:30 Uhr in Baunatal gestartete Bus mit dem Fanclub, bestehend aus Eltern sowie Mitgliedern der Alters- und Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr eingetroffen. Um die Stimmung anzukurbeln und die Mannschaften zu unterstützen, hatten sie sogar selbst gestaltete Plakate und Sirenen mitgebracht. Die Anspannung wuchs von Minute zu Minute, denn die Jungenmannschaft aus Rengershausen hatte die Startnummer 4 gezogen und war somit eine der ersten Mannschaften am Start. Bestens motiviert und angefeuert durch die Fans klappte die so genannte A-Übung, bei der ein Löschangriff vorgetragen wird, dann auch sehr gut. Bei dieser Übung wird zunächst eine Saugleitung aufgebaut. Anschließend müssen alle einen Wassergraben in Richtung "Einsatzstelle" überwinden. Die einzelnen Trupps müssen im Weiteren ein Klettergerüst, eine Hürde, beziehungsweise einen Kriechtunnel überwinden, um dann drei C-Rohre zur "Brandbekämpfung" vorzunehmen. Nach Abschluss der Übung müssen vier Mitglieder der Gruppe noch jeweils einen Knoten anlegen. Unter einer Menge Anfeuerungsrufe war dann gegen 11:20 Uhr die Baunataler Mädchenmannschaft mit dieser Übung am Start und meisterte diese hervorragend. Gegen 11:30 Uhr mussten die Jungen und um 13:40 Uhr die Mädchen zur B-Übung, einem 400-Meter-Lauf, bei dem verschiedene Aufgaben eingebaut sind. Unter anderem muss ein Läufer seine persönliche Schutzausrüstung anziehen, ein weiterer muss ein Strahlrohr anleinen und der Schlussläufer einen Leinenbeutel durch ein Gestell werfen. Der B-Teil verlief für beide Mannschaften bis auf einige Flüchtigkeitsfehler reibungslos.

Nun hieß es warten auf die Siegerehrung. Währenddessen wurde gemeinsam mit dem mitgereisten Fanclub an den Fahrzeugen zu Mittag gegessen. Um 15:00 Uhr war es dann soweit, die Platzierungen wurden bekannt gegeben. Die Spannung stieg, denn meistens lag der Punkteunterschied zwischen den Plätzen hinter dem Komma. Die Mädchenmannschaft erreichte von 17 Mannschaften den 13. Platz, und die Rengershäuser Jungen erreichten von 40 Mannschaften den 21. Platz.

Mit diesen Platzierungen kann man beim Landesentscheid des Bundeswettkampfes durchaus zufrieden sein, obgleich der ein oder andere wohl etwas mehr erwartet hatte. Eines aber steht fest, alle haben ihr Bestes gegeben, lange für diesen Tag geübt und die Konkurrenten waren ja schließlich die besten Mannschaften aus allen hessischen Landkreisen.

Nach einem gemeinsamen Gruppenbild machten sich die Mannschaften und der Fanbus auf den Heimweg nach Baunatal, wo im Feuerwehrhaus Rengershausen noch ein gemütlicher Abschluss stattfand.