Zeltwochenende am Edersee 2005


Im Juli startete die Jugendfeuerwehr Kirchbauna mit 22 Personen in Richtung Edersee. Nach gut einer Stunde Fahrt war man in Waldeck angekommen und auch der Zeltplatz war in Sicht. Kurz zuvor hatte auch der Regen Waldeck erreicht, die Schauer war jedoch rasch vorüber und es sollte auch am ganzen Wochenende keinen Regen mehr geben. Dennoch verschenkte man keine Zeit um die drei Mannschaftszelte aufzubauen. Nachdem in drei Teams zwei Schlaf- und ein Versorgungszelt aufgebaut waren, meldete sich auch schon der erste Hunger. Die selbst zubereiteten Würstchen schmeckten allen sichtlich. Jetzt war ein wenig Freizeit angesagt und es wurde Beachvolleyball und Tischtennis gespielt, sowie ein paar Bälle auf dem Bolzplatz im Tor versenkt.
Gegen 22:30 Uhr begann dann die Nachtwanderung. Am Waldrand wurde jeder mit Knicklichtern bestückt, die als ausgelegte Fährte den Rückweg sichern sollten. Es ging eine gute halbe Stunde quer durch den finsteren Wald. Mitten im Wald machte man kehrt und plötzlich hoffte jeder, dass die Fährte auch ausreichend gut zu lesen ist. Erleichterung kam auf, als die ersten Straßen wieder in Sichtweite waren und die Knicklichter den Weg ins Zeltlager gesichert hatten. Nach diesem doch sehr anstrengenden Weg fielen alle sichtlich erschöpft in ihre Betten.

7:00 Uhr am nächsten Tag, die ersten rappelten sich aus Ihren Betten und nutzten die Zeit für die morgendliche Hygiene, währenddessen wurden schon die Brötchen geholt und die Tische für das Frühstück gedeckt.
Um 8:30 Uhr ging es los zum Pumpspeicherkraftwerk Waldeck , nach einer interessanten Präsentation wurden im Maschinenhaus die Pumpen, Generatoren und Turbinen besichtigt. Ein Mitarbeiter erklärte alles ganz genau und erläuterte auch einige Fragen. Nun war es an der Zeit mal zu schauen wie so ein Stromspeicher aussieht. Mit der Standseilbahn ging es hinauf zum Peterskopf. Einige staunten nicht schlecht, denn dort standen keine elektrischen Geräte, sondern man schaute in riesige Wasserbecken. Jugendwart Stefan Rohde erklärte, dass aus der als Wasser auf dem Berg gelagerten Energie im Tal wieder Strom erzeugt werden kann. Das ist wie beim Handyakku, Pumpspeicherkraftwerke sind auch eine Art Akkubatterie nur eben für den Wechselstrom aus den Steckdosen zu Hause, erklärte er weiter. Für die Energie der Jugendfeuerwehr sorgte dann ein Eis und bei sommerlichen Temperaturen wurde zurück ins Tal gewandert. Mit den Mannschaftsbussen zurück im Lager, stand ein wenig Freizeit auf dem Programm und die Jugendwarte wurden im Beachvolleyball herausgefordert. Da sich die Sonne immer mehr durchsetzte, wurden die mitgebrachten Schlauchboote aufgeblasen und die Schwimmsachen gepackt. Zu Fuß ging es zum Strandbad, dort wurde munter im warmen Edersee gepaddelt und geschwommen. Nach dem chinesischen Abendessen endete der Abend am gemütlichen Lagerfeuer. Als besonderes Highlight sei noch die Waschbärenfamilie zu erwähnen. Nachdem diese in der Nacht zu Samstag die Jugendfeuerwehr schon besucht und die Mülleimer geleert hatte, legten sich einige der Kids äußerst ausdauernd auf die Lauer. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden sie auch belohnt und die Waschbären kamen bis auf einen Meter heran und nahmen sogar gelassen ihren "Fototermin" war.

Am folgenden Tag hieß es nach dem Frühstück leider schon wieder Sachen packen und gemeinsam die Feldbetten und Zelte in den drei Mannschaftsbussen sowie dem Anhänger gut verstauen. Voll gepackt ging es zum Schloss Waldeck, dort konnte das alte Schloss, historische Kanonen und eine besondere Aussicht auf den Edersee bewundert werden. Anschließend standen dann noch die Edertalsperre und der nah gelegene Wasserspielplatz auf dem Programm. Als letztes Ziel ging es an diesem Tag zur Sommerrodelbahn, wo alle die steile Abfahrt mit Freude herunter schlitterten und sich auf dem Trampolin und dem Aquajet vergnügten. Währendessen bereitete Jugendwart Marco Toscani in seiner mobilen "Gourmetküche" das leicht verspätete Mittagessen vor. Tortelini à la Toscani machten uns fit für die Heimreise. Gegen 17.00 Uhr ging dieses schöne Wochenende am Feuerwehrhaus zu Ende.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Firma Engel, die der Jugendfeuerwehr kurzfristig einen abschließbaren Kofferanhänger zur Verfügung gestellt und so auch den letzten erlebnisreichen Tag ermöglicht hatte.