DAS FEUERWEHRHAUS


Viele Jahre waren die Löschgeräte der Freiwilligen Feuerwehr Kirchbauna im alten Spritzenhaus untergebracht, das an dem Platz an der Hauptstraße stand, wo heute das Garagengebäude von Walter Kessler steht. Auf dieser Grußkarte von 1938 ganz rechts am Bildrand kaum zu erkennen.


Auf einem Bild, das den Hochzeitszug von Walter Ludwig (Dörnbergweg, Btl.) von der Hermann-Schafft-Straße in die Söhrestraße zeigt, ist das alte Spritzenhäuschen der Feuerwehr Kirchbauna sehr gut zu erkennen. Im Obergeschoss des Gebäudes war nicht etwa ein Unterrichtsraum, sondern eine Möglichkeit für Durchreisende dort zu übernachten. Im kleinen Schuppen rechts neben dem Fachwerkgebäude (Spritzenhäuschen) stand einige Zeit auch ein Leichenwagen.

1935 sollte ein Jahr der großen Ereignisse für die Feuerwehr werden, denn ein neues Gerätehaus sollte gebaut werden. Die Planungen sahen als Standort das Grundstück neben der Fleischerei Scholz vor. Kriegswirren und fehlende finanzielle Mittel ließen einen Bau jedoch nicht zu. Das alte Spritzenhaus musste somit weiterhin über viele Jahre für die Löschgeräte ausreichen. Auf dem ursprünglich vorgesehenen Baugelände steht heute ein Wohnhaus mit einem kleinen Blumenladen. Auf dem Farbbild aus dem September 1964 ist dies für den Ortskundigen auch zu erkennen.



Erst 30 Jahre später, im Jahr 1965 wurde auf dem heutigen Standort neben dem Gemeinschaftshaus das Feuerwehrgerätehaus mit 2 Fahrzeugstellplätzen gebaut. Bereits bei der Planung dachten die Verantwortlichen für die Durchfahrtshöhe bei den Stellplätzen sehr weit in die Zukunft.

(S/W-Bild entstand um 1972)

(Farb-Bild entstand ca. 1983)


Die 8 x 8 m große 2-Boxen-Garage bot viele Jahre lang Platz genug, um die Fahrzeuge sicher und geschützt unterzustellen. Die Länge und Breite der Stellplätze konnte auf Dauer jedoch nicht den Anforderungen der Unfallverhütungsvorschriften für moderne Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge Stand halten.

(Bild entstand ca. 1989)

(Bild entstand ca. 1991)


Mit der Erweiterung des Gerätehauses im Jahr 1999, um einen 12,5 x 4,5 m großen Stellplatz, wurde dann der Sicherheit der Feuerwehrleute Rechnung getragen. Denn wer Verantwortung in der Brandbekämpfung und in der Lebensrettung übernimmt, der braucht einen Ort, von dem aus er schnell und sicher zur Hilfe eilen kann. Mit dem Anbau, der 1999 im Jahr des Hessentages in Baunatal eingeweiht wurde, konnte dies verwirklicht und gleichzeitig der Schritt von einem Gerätehaus zu einem Feuerwehrhaus gemacht werden.



Weil sich der Einsatz und die finanziellen Aufwendungen für dieses Projekt gelohnt haben und wir darüber sehr froh sind, möchten wir Sie hiermit zu einem virtuellen Rundgang durch unser Feuerwehrhaus einladen.